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Arbeitsmedizinische Untersuchungen

 
 

Regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchungen dienen der frühzeitigen Erkennung von gesundheitlichen Problemen in Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz. Man unterscheidet:

  • Allgemeine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
  • Spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchen
  • Tauglichkeits- / Eignungsuntersuchungen
  • Einstellungsuntersuchungen

Allgemeine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen werden aufgrund einer Rechtsvorschrift (z.B. Arbeitssicherheitsgesetz, Arbeitsschutzgesetz) durchgeführt, um

  • arbeitsbedingte Erkrankungen und Gefährdungen zu erkennen,
  • den Arbeitnehmer zu beraten,
  • um Präventivmaßnahmen erarbeiten zu können.

Allgemeine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen können auch auf Wunsch des Arbeitnehmers (§ 11 ArbSchG) durchgeführt werden.

Spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sind in Rechtsvorschriften (z. B. Berufsgenossenschaftliche Grundsätze, Gefahrstoffver-ordnung, Biostoffverordnung) vorgeschriebene gezielte Untersuchungen wegen besonderer Gefährdungen für den Arbeitnehmer oder Dritte am Arbeitsplatz. Ihre Durchführung ist Voraussetzung für die Beschäftigung bzw. Weiterbe-schäftigung. Dem Arbeitgeber obliegt es, spezielle Vorsorgeuntersuchungen zu veranlassen und die Kosten dafür zu tragen. Kommt der Unternehmer seiner Verpflichtung zur rechtzeitigen Veranlassung spezieller Vorsorgeuntersuchun-gen nicht nach, so kann dies rechtliche Konsequenzen für ihn haben.

Tauglichkeits- / Eignungsuntersuchungen sind in Rechtsvorschriften ange- ordnete gezielte Untersuchungen wegen besonderer Gefährdungen Dritter am Arbeitsplatz. Sie sind z. B. für folgende Tätigkeiten vorgeschrieben: Kranführer, Waldarbeiter, Piloten, Personenbeförderer.

Einstellungsuntersuchungen werden auf Veranlassung des Arbeitgebers vor Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses durchgeführt. Sie dienen zum einem dem Arbeitgeber als Entscheidungshilfe über die Einstellung oder Ablehnung eines Bewerbers. Zum anderen schützen sie die Gesundheit des Bewerbers, der wegen eventueller Vorerkrankung durch die Tätigkeit weitergehend geschädigt werden könnte.

Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen nach
berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen

G   1.1 Mineralischer Staub, Teil1: Quarzhaltiger Staub
G   1.2 Mineralischer Staub, Teil 2: Asbestfaserhaltiger Staub
G   1.3 Mineralischer Staub, Teil 3: Keramikhaltiger Staub
G   1.3 Staubbelastung
G   2    Blei oder seine Verbindungen (mit Ausnahme der Bleialkyle)
G   3    Bleialkyle
G   4    Gefahrstoffe, die Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautver- 
            änderungen hervorrufen (Vorrang hat G 40)
G   5    Ethylenglykoldinitrat oder Glycerintrinitrat (Nitroglykol oder Nitroglycerin)
G   6    Kohlendisulfid (Schwefelkohlenstoff)
G   7    Kohlenmonoxid
G   8    Benzol
G   9    Quecksilber oder seine Verbindungen
G 10    Methanol
G 11    Schwefelwasserstoff
G 12    Phosphor (weißer)
G 13    Tetrachlormethan (Tetrachlorkohlenstoff)
G 14    Trichlorethen (Trichlorethylen)
G 15    Chrom-VI-Verbindungen
G 16    Arsen oder seine Verbindungen (mit Ausnahme des Arsenwasserstoffs)
G 17    Tetrachlorethen (Perchlorethylen)
G 18    Tetrachlorethan oder Pentachlorethan
G 20    Lärm
G 21    Kältearbeiten
G 22    Säureschäden der Zähne
G 23    Obstruktive Atemwegserkrankungen
G 24    Hauterkrankungen (mit Ausnahme von Hautkrebs)
G 25    Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten
G 26    Atemschutzgeräte
G 27    Isocyanate
G 28    Monochlormethan (Chlormethan)
G 29    Benzolhomologe (Toluol, Xylole)
G 30    Hitzearbeiten
G 31    Überdruck
G 32    Cadmium oder seine Verbindungen
G 33    Aromatische Nitro- oder Aminoverbindungen
G 34    Fluor oder seine anorganischen Verbindungen
G 35    Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen und
            gesundheitlichen Belastungen
G 36    Vinylchlorid
G 37    Bildschirmarbeitsplätze
G 38    Nickel oder seine Verbindungen
G 39    Schweißrauche
G 40    Krebserzeugende Gefahrstoffe – allgemein
G 41    Arbeiten mit Absturzgefahr
G 42    Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung
G 43    Biotechnologie
G 44    Buchen- und Eichenholzstaub
G 45    Styrol

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